Icod de los Vinos ist die Gemeinde, zu der unser Dorf gehört; sie liegt am Hang direkt oberhalb der Playa de San Marcos. Gäste landen ständig dort – dort sind die Supermärkte – und der Ort verdient mehr Aufmerksamkeit als einen Einkaufsbummel.
Der Name kommt vom Wein
De los Vinos, der Weine. An diesen Hängen wachsen seit dem sechzehnten Jahrhundert Reben, und der Wohlstand der Stadt kam aus dem Export, zu einer Zeit, als kanarischer Malvasía in ganz Europa getrunken wurde.
Diese Geschichte wird nicht bloß erinnert, sie ist noch lebendig. Die Reben oberhalb der Stadt gehören zum selben Anbaugebiet wie die Bodegas bei La Guancha, und der lokale Wein, den unsere Gastgeber Ihnen in Garachico ans Herz legen, kommt von wenige Kilometer weiter denselben Hang entlang. Über die Weingüter haben wir separat geschrieben.
Der Drachenbaum
Der Drago Milenario ist es, der die Reisebusse bringt. Es ist eine Dracaena draco, der kanarische Drachenbaum, und das größte und bekannteste Exemplar überhaupt – ein gedrungenes, vielfach verzweigtes Ding, das eher an einen Pilz erinnert als an einen Baum und rotes Harz blutet, wenn man es anschneidet. Von diesem Harz kommt der Name.
Sein Alter ist ehrlich umstritten. Der Name behauptet tausend Jahre; Drachenbäume bilden keine Jahresringe, also kann es niemand klären, und seriöse Schätzungen fallen niedriger aus. Sehr alt ist er unbestreitbar, und sehenswert.
Der kleine Platz rundherum füllt sich, wenn ein Bus ankommt, und leert sich Minuten später wieder. Casa del Drago nebenan ist der Ort, an dem unsere Gastgeber vorschlagen, sich hinzusetzen, wenn Sie den Baum angeschaut haben.
Was die meisten Besucher verpassen
Cueva del Viento liegt ebenfalls in Icod: die längste Lavaröhre Europas, rund achtzehn Kilometer kartiert, und eine der längsten der Welt. Besichtigung nur mit Führung, und die Plätze sind schnell vergeben.
Sie ist weit bemerkenswerter als der Baum – und um ein Vielfaches weniger überlaufen.
Essen und das Praktische
La Parada und El Mortero sind die beiden traditionellen Restaurants, die unsere Gastgeber nennen, und Vielú macht die dünnbödige Pizza, die für viele Gäste den unkomplizierten Abend ergibt.
Ansonsten ist hier das Nützliche: Mercadona und HiperDino, der Lidl an der Straße Richtung Puerto, Apotheken, Tankstellen und das Fitnessstudio. Siehe wo man einkauft.
Hin und zurück
Acht Minuten mit dem Auto den Berg hinauf. Der Weg hinunter nach San Marcos dauert etwa eine halbe Stunde und ist angenehm; hinauf ist es ein Aufstieg, von dem unsere Gastgeber abraten. Einzelheiten unter der Abstieg zu Fuß.